FAQ Online Therapie

Die Psychotherapie im virtuellen Sprechzimmer ist noch relativ jung. Früher nur als Ausweichsmöglichkeit genutzt, etabliert sie sich immer mehr. So habe ich einige häufig gestellten Fragen (‚frequently asked questions‘) gesammelt und beantworte diese hier in der Rubrik: FAQ Online Therapie.

Grundsätzliches zur Psychotherapie findest Du hier: https://www.franziska-kleffel.eu/willkommen-online-therapie/psychotherapie/

Frage: Wie wirksam ist Online Psychotherapie im Vergleich zur Therapie vor Ort?

Antwort: Studien haben inzwischen die Wirksamkeit der Online Psychotherapie bestätigt. Dabei gibt es noch eine Unterscheidung zwischen Programmen, die online absolviert werden mit gelegentlichen, dazwischenliegenden Gesprächen mit den Therapeuten, und der Psychotherapie wie man sie aus der regulären Praxis kennt. Beiden Varianten wurde ein positiver Effekt attestiert. Da ich meine Praxis einige Jahre rein physisch geführt habe und sie nun schon seit längerem wegen der veränderten Bedarfslage auf online umgestellt habe, kann ich anhand der Abläufe, der Ergebnisse und des Klienten-Feedbacks sehen, dass die Onlinetherapie gegenüber der in der Praxis stattgefundenen kaum an Effektivität einbüßt.

Frage: Wo sind die Grenzen der Online Psychotherapie?

Antwort: Natürlich gehen (sowohl der Therapeutin als auch dem Klienten) kleine Nuancen verloren, so ist bspw. die Körpersprache schwerer zu lesen, weil man nur einen Ausschnitt sieht. Manchmal hakt vielleicht auch die Verbindung aus irgendeinem Grund und das kann nerven (bisher haben wir aber immer noch alle Stunden zufriedenstellend abhalten können und wechseln, wenn alle Stricke reißen, in sehr seltenen Fällen, auch mal zum Telefongespräch). Und es ist sicherlich etwas anderes, wenn man sich für eine Psychotherapie in einen neutralen Raum (also eine Praxis) begibt und somit auch ein Stück weiter seinen Alltag ausblenden kann. Manchen Menschen liegt es auch schlicht und einfach nicht, Ihre Probleme über einen Videocall zu besprechen und sie haben lieber ein Gegenüber im physischen Raum.

Frage: Was sind die Vorteile der Online Psychotherapie?

Antwort: Die liegen wiederum auf der Hand: für viele Menschen sind sowohl die Zeitersparnis als auch die Ortsunanbhängigkeit wichtige Faktoren, da teils mühsame oder lange Anfahrtswege wegfallen und man von überall an den Stunden teilnehmen kann. Wenn man ein durchgetaktetes Leben hat, geht es zB vielleicht nur in der Mittagspause oder wenn das Baby schläft. Manche wohnen auch in abgelegenen Gegenden ohne psychotherapeutische Abdeckung. Manche sind viel (oder dauerhaft) auf Reisen. Manche wohnen in einem anderen Kulturkreis, sind aber froh um eine Therapeutin, mit der sie auf ihrer Muttersprache kommunizieren können usw. usf. Dann gibt es noch Angstpatienten, die Schwierigkeiten mit aushäusigen Terminen haben, für sie kann es eine erhebliche Erleichterung sein, sich, speziell in der Anfangsphase der Therapie, nicht jedes Mal überwinden zu müssen (viele fangen unter anderem deshalb erst gar keine Therapie an).

Frage: Sind meine Daten sicher/unsere Unterhaltungen geschützt?

Antwort: Die Daten, die ich von meinen Klienten erhebe, bleiben in meiner Praxis und werden selbstverständlich nicht an Dritte weitergegeben! Zur Videosprechstunde hier die Infos von Therapie.de, das Portal, welches wir für unsere Sitzungen nutzen:

Für jede persönliche Online-Therapiesitzung wird auf den Servern von therapie.de vorübergehend ein virtuelles Sprechzimmer eingerichtet. Alle Verbindungen sind verschlüsselt. Zu diesem Sprechzimmer haben nur genau zwei Personen Zutritt: der behandelnde Therapeut und der eingeladene Klient.

Frage: Übernimmt die Krankenkasse die Therapie?

Antwort: Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen nicht die Kosten der Psychotherapie nach dem Heilpraktikergesetz. Es gibt einige private Zusatzversicherungen für Heilpraktikerleistungen, die dies durchaus tun. Allerdings ist es aktuell in Deutschland so, dass mindestens ein persönlicher Kontakt (sprich vor Ort) in der Praxis stattgefunden haben muss, damit die Therapie abgerechnet werden kann. Für eine Abrechnung mit der KK und auch der Zusatzversicherung ist eine Diagnose, die eine in der ICD10 gelistete Störung widerspiegelt, notwendig als Indikation für eine abrechenbare Behandlung. Es gibt eine Reihe psychischer Beschwerden, die nicht in diese Kategorien fallen und dennoch einen hohen Leidensdruck verursachen und die Lebensfreude beeinträchtigen. Eine Therapie lohnt sich also immer und ist eine gute und wohltuende Investition in sich selbst.

Frage: Wie lange dauert eine Therapie?

Antwort: Ein Kollege hat einmal passend gesagt: ‚einen Tag lang‘. Das heißt, für eine reguläre Therapie gibt es einen Mittelwert von ca. 24 Stunden. Manche Themen sitzen tiefer, und dafür braucht man dann natürlich auch etwas länger. In anderen Fällen ist eine Problematik schon nach 10 Stunden ganz gut bewältigt. Das ist sehr individuell und kommt auf die aktuelle Bedürfnislage an. Grundsätzlich ist es mein ‚Job‘ als Therapeutin, mich auf Dauer überflüssig zu machen, und ich halte meine Klienten aus Prinzip nicht länger künstlich in meiner Praxis, als sie es brauchen.

Frage: In welchem Rhythmus finden die Sitzungen statt?

Antwort: Das kommt wiederum auf die Bedarfslage und die Thematik bzw. Problematik an. Wenn man einen hohen Leidensdruck hat und zügig die ersten Veränderungen angehen möchte, treffen wir uns einmal die Woche. In Phasen, wo sich die Spannung schon etwas löst, besprechen wir individuell ob es in einen anderen Rhythmus übergeht, beispielsweise alle zwei bis drei Wochen. Manchmal kommen auch nach längerer Pause ehemalige Klienten wieder auf mich zu, weil ein neues Problem aufgetreten ist und sie noch einmal für ein paar Stunden (oftmals nur 1-2) ’nachjustieren‘ wollen.

Frage: Gibt es Probleme, die in dieser Praxis nicht behandelt werden können?

Antwort: Ja. Wie schon im Disclaimer unten auf der Seite https://www.franziska-kleffel.eu/willkommen-online-therapie/psychotherapie/ beschrieben, kann ich, auch aus gesetzlichen Gründen, keine Klienten aufnehmen, die akut suizidgefährdet sind. Es gibt zudem gewisse Krankheitsbilder (siehe ICD10), die ich aufgrund meines Berufsstandes nicht behandeln kann bzw. wenn dann nur ergänzend und unterstützend, in Absprache mit dem Hauptbehandler, hierzu gehören, um zwei Beispiele zu nennen, die Borderline Persönlichkeitsstörung und Schizophrenie. Heilpraktiker für Psychotherapie decken als Berufsgruppe die Grauzone der psychischen Beschwerden ab, die zu schwerwiegend für ein reines ‚Coaching‘ oder eine ‚Lebensberatung‘ sind aber noch nicht so schwerwiegend, das eventuell psychiatrische oder anderweitige medizinische Hilfestellung vonnöten wäre. Falls dies der Fall ist, sind wir aber geschult, die Sachlage zu erkennen und würden dann den Klienten an eine andere Stelle weiterleiten.

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